THE:Sorority Sommer Leseliste 2026

Sommerzeit ist Lesezeit. Am Strand, am See oder im Cafe gibt es nichts besseres, als ein gutes Buch dabei zu haben und komplett in eine andere Welt abzutauchen. 

Wir versorgen euch mit allem, was ihr diesen Sommer lesen müsst, einen Roman, eine Komödie oder ein Sachbuch?

 

Roman

Die schönste Version – Ruth-Maria Thomas

Die frühen 2010er Jahre in einer ostdeutschen Kleinstadt: Die schönste Version erzählt die Geschichte von Jella und Yannick, von der ersten großen Liebe, die alles richtig machen will. Bis es kippt. Wieder zurück in ihrem Kinderzimmer fragt Jella sich, wie es so weit kommen konnte. Sie schaut noch einmal genauer hin: auf ihr Aufwachsen in der Lausitz. Kleinstadt und Kiesgruben, Gangsterrap und Glitzerlipgloss. Auf Freundinnen, die sie durch so vieles trugen. Und auf den Moment, in dem Yannicks Hände sich um ihren Hals schlossen. Die schönste Version ist die Geschichte eines Erwachens, Erkennens, Anklagens, eine große Introspektion: Ruth-Maria Thomas schreibt über das Frauwerden, Frausein, von Körpern, Begierden und tiefen Abgründen. Mit stilistischer Brillanz, großer Leichtigkeit und Drastik erzählt Ruth-Maria Thomas in ihrem funkelnden Debütroman von den schönsten Dingen. Und den schrecklichsten.

 

Die Wut, die bleibt – Mareike Fallwickl

Mareike Fallwickl Skizziert in ihrem Roman auf drastische weise, welche Lücken entstehen,und welche Wut bleibt,  wenn Mütter nicht mehr wollen.

Helene, Mutter von drei Kindern, steht beim Abendessen auf, geht zum Balkon und stürzt sich ohne ein Wort in den Tod. Die Familie ist im Schockzustand. Plötzlich fehlt ihnen alles, was sie bisher zusammengehalten hat: Liebe, Fürsorge, Sicherheit.

Helenes beste Freundin Sarah, die Helene ihrer Familie wegen zugleich beneidet und bemitleidet hat, wird in den Strudel der Trauer und des Chaos gezogen. Lola, die älteste Tochter von Helene, sucht nach einer Möglichkeit, mit ihren Emotionen fertigzuwerden, und konzentriert sich auf das Gefühl, das am stärksten ist: Wut.

 

 

The Handmaids Tale // Der Report der Magd – Margaret Atwood

Eine erschreckend-realistische Vision der Welt von morgen: Frauen als unterdrückte Gebärmaschinen. 

Die provozierende Vision eines totalitären Staats: Nach einer atomaren Verseuchung ist ein großer Teil der weiblichen Bevölkerung unfruchtbar. Die Frauen werden entmündigt und in drei Gruppen eingeteilt: Ehefrauen von Führungskräften, Dienerinnen und Mägde. Letztere werden zur Fortpflanzung rekrutiert und sollen für unfruchtbare Ehefrauen Kinder empfangen. Auch die Magd Desfred wird Opfer dieses entwürdigenden Programms. Doch sie besitzt etwas, was ihr alle Machthaber, Wächter und Spione nicht nehmen können, nämlich ihre Hoffnung auf ein Entkommen, auf Liebe, auf Leben …

 

 

Männer töten – Eva Reisinger

“Wer ist Opfer, wer Täter*in?” Rasant erzählte Utopie eines wehrhaften Feminismus. Anna Maria lebt ein typisches Großstadtleben: Sie arbeitet in einer hippen Firma, geht am Wochenende mit ihren Freundinnen feiern und hat eine komplizierte Ex-Beziehung. Bis sie Hannes an der Bar eines Nachtclubs kennenlernt.

 

 

 

Sachbuch

 Hood Feminism – Mikki Kendall (Englisch)

Mikki Kendall adressiert in ihrem Buch den blinden Fleck der feministischen Bewegung, der paradoxerweise von Frauen selbst erzeugt wird. Nur selten wird im Feminismus klar, dass die Erfüllung grundlegender Bedürfnisse wie der Zugang zu qualitativer Bildung, Nahrung, sicheren Wohnorten, existenzsichernden Löhnen und medizinischer Versorgung das Fundament einer gleichberechtigten Gesellschaft darstellt. Mainstream-Feminismus möchte die privilegien der wenigen (weißen) Frauen weiter ausweiten, anstatt sich den Herausforderungen des puren Überlebens zu stellen. Die Autorin sammelt in ihrem Buch beeindruckende Essays von Frauen, die Hunger, Gewalt und Hypersexualisierung erleben mussten und stellt damit die moderne feministische Bewegung infrage. Wie können wir als Bewegung solidarisch sein, wenn wir in Kauf nehmen, dass Teile eben dieser unterdrückt werden? Wie können die Bedürfnisse aller Frauen im Feminismus berücksichtigt werden?

 

 

The guilty feminist – Deborah Frances-White (Englisch)

Warum fällt es uns so schwer, „Nein“ zu sagen? Wie kann Feminismus inklusiver werden? Und was können romantische Komödien darüber erzählen, Verantwortung zu übernehmen? The Guilty Feminist fordert heraus, gibt Sicherheit und ermutigt dazu, die Welt anders zu betrachten. Von Inklusion und Intersektionalität über #MeToo und Männerrechte bis hin zu Rom-Coms und Pornografie behandelt Deborah Frances-White wichtige Fragen im leben einer Frau. Mit Interviews mit Aktivistinnen, Unternehmerinnen und inspirierenden Persönlichkeiten zeigt das Buch, wie Frauen ihre Schuldgefühle loslassen, „Nein“ sagen können, wenn sie es meinen, „Ja“ sagen, wenn sie es wollen, und die Welt sowie sich selbst verändern können.

 

 

Fix  the system not the women – Laura Bates (Englisch)

Zu oft geben wir Frauen die Schuld: weil sie nachts allein nach Hause gehen, keinen Platz am Verhandlungstisch einfordern oder die Hürden, die ihnen gestellt werden, nicht überwinden.

Das Narrativ soll nur eins: vom eigentlichen Problem ablenken. Den Versäumnissen und Vorurteilen einer Gesellschaft, die nicht für Frauen geschaffen wurde. In diesem aufrüttelnden Buch deckt die Autorin und Aktivistin Laura Bates die systematische Benachteiligung auf, die fünf unserer wichtigsten gesellschaftlichen Institutionen prägt.

 

 

Men who hate women – Laura Bates (Englisch)

Die Autorin erzählt von einer Welt, in der ein riesiges Netzwerk aus Incels und anderen Frauenhassern nahezu unbemerkt agieren kann. Eine Welt, in der Extremisten gezielte Terrorakte gegen Frauen verüben, verletzliche Jungen im Teenageralter angewerben und radikalisieren. Kommt dir bekannt vor? Vielleicht, weil es in unserer Welt so ist. Trotzdem wird über diesen dystopisch erscheinenden Missstand der Gesellschaft nicht genug gesprochen. Es ist an der Zeit, das zu ändern. Die Autorin taucht in ihrem Buch tief in die Netzwerke ein, die das System aufrechterhalten. Sie zeigt, wie frauenfeindliche Ideen in den dunkelsten Ecken des Internets entstehen und sich durch Medien, Stars und Algorithmen verbreiten, um so das kollektive Denken zu verändern.

 

Invisible Women – Caroline Criado Perez (Englisch)

Von Regierungspolitik und medizinischer Forschung über Technologie, Arbeitsplätze und die Medien: Invisible Women zeigt, wie wir in einer Welt, die von Männern für Männer gestaltet wurde, systematisch die Hälfte der Bevölkerung übersehen – oft mit schwerwiegenden Folgen.

Caroline Criado Perez bringt erstmals eine beeindruckende Sammlung von Fallstudien, Geschichten und aktuellen Forschungsergebnissen aus aller Welt zusammen. Sie macht sichtbar, auf welche verborgenen Weisen Frauen übersehen werden und welche weitreichenden Auswirkungen dies auf uns alle hat.

 

 

 

 

 

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