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MV im Oktober: #metoo – 3 Jahre danach

Du wolltest schon immer wissen, was bei der Sorority Monatsversammlung (MV) eigentlich passiert? Wir geben dir hier ein paar Einblicke, wie das am Dienstag in der Schankwirtschaft so war.
Hat sich seit #metoo etwas geändert? Hat der Hashtag, mit allem was er nach sich zog, etwas gebracht? Diese und andere Fragen haben wir mit Alexandra Stanić [VICE-Chefredakteurin] auf dem Podium erörtert.
Kurzfristig absagen musste Nicole Schöndorfer, unser zweiter Gast.
Bericht von Julia Heiligenbrunner.

zwei Frauen auf Podium sitzend

Foto: Franziska Magel

Ein Dienstagabend in Zeiten von Corona

Am Eingang mussten alle die obligatorischen wir-wissen-wo-du-in-Coronazeiten-gewesen-bist-Daten abgeben, brav Hände desinfizieren und ihre Sitzplatznummer entgegennehmen. Am besagten Platz stand es jeder* frei, ihre* Maske auch wieder abzunehmen.
Es waren sehr viele Sisters da, die zum ersten Mal bei einer MV waren. Alle 50 seats waren voll. Das freut uns immer riesig.

Vorstellungsrunde aller Sisters

Bevor die Gespräche gestartet sind, haben sich alle anwesenden Sisters mit ein bis zwei Sätzen vorgestellt. Das machen wir immer so. Meist ist das ein WerBinIch-WasMachIch-WasSuchIch. Auf diese Weise bekommen wir für die Vernetzungsgespräche im Anschluss an die Fishbowl-Diskussion gleich ein paar Anknüpfungspunkte.

Einige Fragen an Alexandra Stanić

Ist #metoo vorbei bzw. soll die Bewegung weiter forciert werden?

Auf jeden Fall! Unsere Medien sind super sexistisch und verharmlosen (z.B. „Ehetragödie“ statt die Dinge beim Namen nennen und „Mord an der Ehefrau“ schreiben). Es ist also noch ein langer Weg, da kann #metoo nur helfen.

Was fehlt, warum ist der Aufschrei jetzt (häusliche Gewalt in COVID-Zeiten steigt) nicht viel größer?

Vermutlich, weil es die Einzelnen erst interessiert, wenn es sie persönlich betrifft.

Braucht es statt „Opfer“ ein neues, besseres Wort?

Nein, wer Opfer von sexuellem Missbrauch oder solcher Belästigung geworden ist, ist ja genau das – ein Opfer dieses gewaltvollen Übergriffs. Das hört auch nicht auf, nur weil frau es anders nennt.

Die Fishbowl kommt aber überein, dass es noch viel mehr um die Täter* gehen muss, wenn ein Gewaltopfer den Mut aufbringt, mit seiner Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen.

Alexandra Stanić weist noch darauf hin, dass die Benachteiligung marginalisierter Personen aus unseren mangelhaften Strukturen erwächst, und nicht etwa weil es einen Talentemangel gibt.

Auch hier sind wir uns alle einig, es braucht noch viel mehr Diversität. Am selben Tag war übrigens auch der Divörsity Kongress – fully online, zum Nachschauen 😉

Fotografische Einblicke bekommst du dank Franziska Magel.