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THIS IS HOW SHE* DID IT: EVA GRUBER

EVA GRUBER | FOTO MATTHIAS BRANDSTETTER

  • Name:
    Eva Gruber
  • Alter:
    39
  • Beruf:
    Seit 8+ Jahren bin ich Unternehmerin im Social Entrepreneurship Sektor und Behavioral Design Bereich. Vor 1 1/2 Jahren gründete ich mein 2. Venture. Heute bin ich „Habit Coach & Space Curator“. Wie? Was? Warum? Verhalten auf eigenen Wunsch zu ändern, ist nur auf 2 Wegen möglich: Indem du winzige, gesunde Gewohnheiten oder aufgeräumte, Energie gebende Räume (digital, physisch) gestaltest. Ich führe Individuen und Teams an ihr aktuelles Verhalten heran, mache sie neugierig es gut kennenzulernen, um ihre guten Gewohnheiten zu bilden oder zu stärken, ihre schlechten Gewohnheiten zu reduzieren oder zu stoppen, und ihre Strukturen und Rhythmen bewusst zu gestalten, um diese gewünschten Verhaltensänderungen einfacher möglich zu machen. Strukturen umfassen u.a. deine physischen und digitalen Räume, die dich umgeben und negativ beeinflussen oder eben unterstützen können. Mit internationalen Methoden wie tidying und decluttering bis hin zu japanischem Minimalismus und bewusstem (online) Konsum erarbeite ich mit Individuen und Teams ihre bewussten Umgebungen. Diese helfen ihnen, ihre Intentionen umzusetzen, z.B. „Ich möchte mich im Home Office besser fokussieren“. Wie man sieht, ist mein Beruf nicht in einem Satz erklärt 😉 Ich biete meine Unterstützung (online) weltweit an, um alle Interessierten und Bereiten zu begleiten – von Santiago bis Wien 😉 Mit Organisationen arbeite ich zudem daran, die von mir sogenannten „Human Products & Services“ zu gestalten. Dies sind tolle Produkte oder Services, die Menschen (Humans) tatsächlich im täglichen Leben unterstützen wollen. Beispielsweise eine Gesundheits-App, damit du deine Medikamente einnimmst. Ich (re-)designe mit Organisationen das tägliche Verhalten (die Gewohnheiten), die es braucht, um diese App wirkungsvoll anzuwenden. Dies reicht von bewusster Kommunikation bis hin zu App-Features 🙂 evagruber.org/de/
  • Ich bin Sorority-Mitglied seit…
    Sorority Mitglied bin ich erst seit 1-2 Monaten.
  • Auf die Sorority bin ich aufmerksam geworden durch…

    Ich kenne eure wunderbare Arbeit seit 6 Jahren über mein Entrepreneurship Netzwerk.

1. Welche Frau hat dich in deinem Leben am meisten geprägt?

Meine beiden Omas. Beide sind schon gestorben. Sie waren Unternehmerinnen, haben Menschen geliebt und unterstützt, wo nur möglich, waren sooo neugierig auf die Welt, und haben persönliche Veränderung auch in hohem Alter zugelassen. Gegen Ende ihres Lebens wollten sie nur mehr eines: Dass es ihren Lieben gut geht, und dass sie bewusst leben! Auch meine Arbeit und sogar die Forschung zeigt, dass die besten Vorbilder jene sind, die in deiner Lebensrealität greifbar sind – wie deine Oma, Mama, Schwester, eine Journalistin geboren in deiner Region, etc. Warum greift das mehr? Vorbilder aus dem Silicon Valley sind zwar beeindruckend, aber nicht greifbar und authentisch genug für deine Lebensrealität. Die Journalistin ist es, und das zeigt dir, dass du an deinem Ort Veränderung möglich machen kannst 🙂

2. Was würdest du in deiner beruflichen Laufbahn auf jeden Fall wieder so machen? Was bereust du?

Ich ändere alle 3-6 Jahre das Thema meiner Arbeit. Das inspiriert mich, macht meine Vielfalt und Talente aus. Natürlich wende ich alle meine Erfahrungen und erlernten Methoden an. Als sogenannte „Scanner Persönlichkeit“ ist das ein klassisches Profil: Viele bzw. die unterschiedlichsten Hüte (Rollen) einnehmen und daraus lernen und wachsen. Das würde und mache ich immer wieder, weil es mich nährt 😉 Ich bereue, dass ich in meiner frühen Selbstständigkeit nicht besser auf mich und meinen Körper geachtet habe, zu viel JA zu anderen gesagt habe, zu wenig um Unterstützung gebeten habe. Das sind alles typische Charakteristika von Macher*innen und Scanner Persönlichkeiten wie mir 😉

3. Welche Verbesserung siehst du, wenn du in die Zukunft unserer Töchter blickst?

Frauen wie wir wissen besser, was wir wollen und brauchen. Weil wir uns mit uns beschäftigen, uns in Netzwerken wie Sorority unterstützen, uns viele spannende Ansätze und Methoden im Leben und in der Arbeit heute unterstützen können. Wir Frauen geben uns eine bewusste Stimme, selbst und gegenseitig. Wenn wir das jeden Tag überwiegend leben können, erleben unsere Töchter uns als Mamas, Tanten,… als (hoffentlich) bewusstes Vorbild. Die wunderbare Autorin Ch. N. Adichie meinte in einem ihrer feministischen Werke, das du als Feministin dies immer dir klar sein solltest: „Your feminist premise should be: I matter equally. Full stop.“ Das und die Leitfrage „Can you reverse X and get the same results?“ Wenn ja, kann deine Entscheidung eine feministische und damit eine gute sein.

4. Vervollständige den Satz: Die Sorority ist für mich….

ein wunderbarer Ort um zu sein, zu lernen, und zu teilen. Ohne Wenn und Aber. Gefühlt einfach und offen.

5. Welche Bullshit-Phrase bekommst du in deinem Job am öftesten zu hören?

Ganz ehrlich, diese Frage ist schwer zu beantworten (ist das ein gutes Zeichen!?). Obwohl mein Fokus Habit Coaching ist, biete ich als stimmige Ergänzung Space Creation an, das wiederum mit den Methoden Tidying und Decluttering verknüpft ist. Die Phrasen „Bist du die Marie Kondo von Österreich?“ oder „Ja, putzen ist schon wichtig.“ habe ich schön öfter bekommen. Sie erfassen aber überhaupt nicht die Bedeutung des Themas bzw. verfehlen es. Zu Beginn hat es mich eher überrascht und verärgert, heute nehme ich es mit einem Lachen und zeige die Bedeutung auf durch ein pro-aktives Gespräch 😉

 

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#TIHSDI  – THIS IS HOW SHE DID IT!

Mehr aus dieser Reihe findet ihr auf unserem Blog.