Hero:ine of the Month: Greta Gerwig

Greta Gerwig – eine Feministin mischt Hollywood auf

 

Unsere Hero:ine of the Month ist in aller Munde und die Frau der Stunde. Die äußerst vielseitige und talentierte Filmemacherin ist bereits als Schauspielerin, Drehbuchautorin, Regisseurin und Produzentin bekannt. Mit ihrem neusten Film „Barbie“ bricht sie Rekorde und scheint ihren Durchbruch nun endgültig weltweit einzementiert zu haben.

 

Die 1983 geborene Wahl New-Yorkerin wächst in einer katholischen Familie im kalifornischen Sacramento auf. Das aufgeweckte und energiegeladene Kind, zeigt früh ein unstillbares Interesse zunächst für Tanz und dann für Theater. Sie beginnt in der Schule eigene Theaterstücke zu schreiben, als Jugendliche leitet sie dann einen Comedy Club für den sie Sketche schreibt und beginnt erste eigene Kurzfilme mit ihren Freund:innen aufzunehmen.



Von einer Indie-Ikone zum Hollywood Star

Ein von ihr gewünschtes Musical Studium an der New York University bleibt ihr verwehrt.
Greta lässt sich davon nicht unterkriegen und beginnt sich einen ernstzunehmenden Namen in der Indie Filmszene im Bereich des Mumblecore zu machen. Das sind Low-Budget-Produktionen, die meist dialogisch Young-Adult-Themen in den Blick nehmen. Sie fällt mit ihrem Charisma als Darstellerin schnell auf und beginnt schon bald erfolgreich auch hinter der Kamera zu arbeiten. In den 2000er Jahren ist sie das Gesicht des Genres.
Bereits hier kristallisiert sich Gretas späteres Markenzeichen heraus: ihre Vorliebe für unangepasste, eigensinnige und überaus starke Frauenfiguren wird ihr weiteres Werk durchziehen.

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“Ich hatte noch nie einen Plan, ich habe immer Dinge aus Instinkt gemacht.”



Mit ihrem Solo-Regiedebut „Lady Bird“ (2018) gelang ihr der erste vielbeachtete Coup, der sie aus der Indiefilm-Szene heraushebt und ihr als erst fünfte Frau überhaupt eine Oscarnominierung für Regie und das beste Drehbuch einbrachte. Auch ihr zweiter, vielbeachteter Film “Little Women” (2020) wurde mit zahlreichen Auszeichnungen prämiert und erhielt eine Oscar-Nominierung für das beste adaptierte Drehbuch.

 

Greta schreibt Filmgeschichte

Spätestens jetzt mit „Barbie“ ist Greta eine Größe, die das von Männern dominierte Hollywood ordentlich aufwirbelt. Die Realverfilmung der berühmtesten Puppe der Welt ist Gesprächsthema Nummer 1. Nur zwei Wochen nach dem Kinostart spielte der Film über eine Milliarde Dollar ein und katapultierte Greta in eine Sphäre Hollywoods, die bisher männlichen Regisseuren vorbehalten war.

 

„Ich war zum Glück nie gut im Perfektsein und alles was ich den Leuten, aber auch mir selbst vermitteln will, ist: Du bist schon okay. Du musst dir deinen Wert nicht erarbeiten, du bist bereits wertvoll.“

 

Neben ihrem großen künstlerischen Talent besteht ihr Verdienst darin, Frauen sprechen zu lassen, die straucheln, mit sich hadern, wachsen und damit zutiefst Menschliches behandeln.
Für Netflix soll Gerwig mindestens zwei Spielfilme basierend auf den Fantasy-Romanen “Die Chroniken von Narnia” inszenieren. Die Welt kann also gespannt sein.

 

Geschrieben von Marta Suzama

 

Quellen und Infos:

 

Foto: Rex Features
Trailer: Barbie, Little Women, Lady Bird
Twitter: @gerwigupdates
Film Little Women: Behind the Scene mit Greta Gerwig
Roman: Louisa May Alcott, Betty und ihre Schwestern

 

 

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