THIS IS HOW SHE DID IT: MARLENE FISCHER

 

MARLENE FISCHER | FOTO: MARISA VRANJEŠ

 Name: Marlene Fischer

 Alter: 30

Aktuelle Tätigkeit: Corporate Relations Managerin in einem Kulturbetrieb

Ich bin Sorority-Mitglied seit: 2021

 Auf die Sorority bin ich aufmerksam geworden durch…

Seit dem Erstkontakt über den Austausch innerhalb der Facebook Gruppe vor vielen Jahren ist die Sorority immer wieder über den einen oder anderen Weg in meinen Umlaufbahnen aufgetaucht, bevor mich meine jetzige Vorstandskollegin Isa, die wie ich im selben „Dorf“ nahe Wien aufgewachsen ist, zur aktiven Teilnahme inspiriert hat.

1. Welche Person hat dich in deinem Leben am meisten feministisch geprägt?

Tatsächlich kann ich diese Frage nicht mit einer Person beantworten, vielmehr sind es viele, viele Menschen in meinem Leben, Freund:innen, Kolleg:innen, Peers, langjährige Bekannte genauso wie gerade Kennengelernte, mit denen ich in hunderten Gesprächen und Diskussionen zu allen Tages- und Nachtzeiten über Jahre eine Haltung entwickelt habe, die mich heute stolz sagen lässt: Ich bin Feministin.

 

2. Was waren wichtige Stationen in deiner beruflichen Laufbahn?

Nach einigen kurzen Zwischenstationen im Studium, von Wirtschaft über Informatik, habe ich schlussendlich mein Studium in den Fächern Kunstgeschichte & Kultur- und Sozialanthropologie absolviert. Durch das Interesse am kulturellen Leben in Wien und die Begeisterung für Film landete ich bei der Viennale. Nach einigen Jahren Festivalarbeit führte der Weg zur nächsten großen Leidenschaft, der Musik. Seit 2018 bin ich im Wiener Konzerthaus im Bereich Corporate Relations und Sponsoring tätig und kann durch meine Arbeit zur Verwirklichung der Mission beitragen, möglichst viele Menschen an Musik teilhaben zu lassen und so einen positiven Beitrag zum kulturellen vielfältigen Geschehen in Wien leisten.

 

3. Was bewegt dich?

Was mich bewegt, ist eigentlich ganz simpel. Im Endeffekt ist es der Wunsch nach Chancengleichheit für alle Menschen. Das heißt für mich in weiterer Folge: Jede:r soll das Leben selbstbestimmt so gestalten können, wie man will. Die Formate der Sorority sollen helfen, genau das möglich zu machen.

 

4. Welche Verbesserung wünschst du dir, wenn du in die Zukunft blickst?

Ich wünsche mir, dass bestehende Muster und Strukturen radikal aufgebrochen und dekonstruiert werden, dass die Gesellschaft endlich erkennt, dass Diversität in jeder Hinsicht bereichernd ist und dass damit aufgehört wird, Politik auf den Körpern von Frauen auszutragen.

Für junge, als Frauen sozialisierte Personen in Österreich wünsche ich mir, dass sie für sich erkennen können, dass viele Probleme keine „Ich“-Probleme sind sondern auf diskriminierende, patriarchale, gesamtgesellschaftliche Strukturen zurückzuführen sind, und dass jede Person die Ermächtigung erfährt, sich dagegen wehren und auflehnen zu können.

 

5. Vervollständige den Satz: Die Sorority ist für mich….

Die Sorority ist für mich ein Raum für Menschen, die sich gegenseitig stärken und bestärken, die aufeinander Bauen und sich dadurch aufbauen. Ich empfinde sie aber auch als ein Ort der Inspiration und der Ideen, der dazu anregt dazu an, bei sich selbst zu sein. Und natürlich, das Wichtigste an der Sorority sind die Menschen. Diese vielen unglaublich tollen Menschen, die ich über die Sorority kennen gelernt habe, machen den Austausch so wunderbar.

 

6. Wie sieht dein gelebter Feminismus aus?

Im beruflichen und privaten Alltag ist mein Anspruch an mich selbst: Speak out, always. Auf Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen, oder für Prinzipien einzustehen ist oft unangenehm, aber notwendig. Und es wird mit jedem Mal leichter.

Mit meiner ehrenamtlichen Arbeit für die Sorority möchte ich dazu beitragen, Strukturen zu schaffen bzw. bestehende Strukturen so zu stärken, sodass wir noch mehr von unseren Ideen umsetzen und Zielen erreichen können, und somit Austausch, Vernetzung und Weiterbildung ermöglichen können. 

 

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