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Salon #7: „Elternteile“ & „Bitterfotze“

Wir beginnen die Herbst-Saison im schwesterlichen Literatursalon mit einem kleinen Skandinavien-Schwerpunkt: wir sprechen über das Buch „Elternteile“ der norwegischen Autorin Monica Isakstuen sowie über „Bitterfotze“ der Schwedin Maria Sveland.

Elternteile - Monica Isakstuen - Hardcover      Bitterfotze

 

// Ausgabe #7: Elternteile – Monica Isakstuen, Bitterfotze – Maria Sveland
// Wann? 13.09.2018, 19 Uhr
// Wo? Café Phil, Gumpendorfer Str. 10, 1060 Wien
// Wie viel? Gratis, Nicht-Mitglieder willkommen, girls* only

Hierzulande gilt Skandinavien in vielen Bereichen des Lebens als progressives Vorbild: sei es oberflächlich gesehen in Sachen Design und Popkultur oder auf der tiefer gehenden Ebene in den Bereichen Gleichberechtigung und Familienpolitik. Beide Bücher befassen sich mit dem Kinderkriegen und wie sich selbst in fortschrittlichen Gesellschaften der Alltag für die Frau ändert, sobald ein Kind ins Leben tritt.

Die Schwedin Maria Sveland hat mit „Bitterfotze“ einen wütenden Roman darüber geschrieben, wie Männer auch als Väter ihr Leben relativ ungehindert weiter führen können, während sie sich als junge Mutter angebunden an Baby und Haushalt wiederfindet.

„Meine Verwandlung zur Bitterfotze ist auf dem besten Weg. Sie scheint unausweichlich, leben wir doch in einer Gesellschaft, in der Mädchen und Frauen diskriminiert, vergewaltigt, misshandelt und beleidigt werden. Aber jedes Mal, wenn ich so eine griesgrämige ältere Frau sehe, versuche ich zu denken: Tief in ihr drin gibt es ein fröhliches kleines Mädchen, das einmal grenzenlose große Träume hatte.“

Maria Sveland Maria Sveland // © Leif Hansen

 

Die Norwegerin Monica Isakstuen greift in ihrem fragmentarischen, zerbrechlichen Text „Elternteile“ einen anderen, vielleicht noch großräumigeren Abschnitt im Leben als Eltern auf: nämlich den der Trennung, wenn die Liebe zwischen den Erwachsenen verschwunden ist und eine Familie zerbricht. Wie fühlt es sich an, wenn der Staat das Besuchsrecht und die finanzielle Absicherung des Kindes zwischen Mutter und Vater zwar vorbildlich Halbe-Halbe aufteilt, aber deswegen die Schuldfrage und das eigene Versagen, das Familienleben nicht als „Ganzes“ hinbekommen zu haben, nicht weniger über den verletzten Seelen dröhnt – von Mutter, Vater und vor allem: dem Kind? Wie lebt es sich als moderner Mensch in einer Teilzeit-Elternschaft? Was macht das temporäre Abgeschnittensein von entweder dem einen oder dem anderen Elternteil mit dem Kind und wer hat die Bedürfnisse des Kindes besser im Blick? „Dies ist kein Wettbewerb. Aber ich will ihn gewinnen.“

Monica Isakstuen - Autor Monika Isakstuen // © Paal Audestad

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