Wann?

20/01/2027    
19:00 - 21:00

Where

Buchcafé Vox Libri
Jörgerstraße 26, Wien, Wien , 1170, Wien
Map Unavailable

THE:Salon Sorority X Anne Carson

Rot – Zwei Romane in Versen / Autobiography of Red

 
Den diesjährigen Auftakt ins Lesejahr 2027 macht die Literaturnobelpreisträgerin Anne Carson mit einem ihrer bedeutendsten Werken.

Ausgehend von einer Erzählung der antiken Mythologie – über die Tötung des dreileibigen Ungeheuers und Rinderhirten Geryon durch Herakles – erzählt Carsons bekanntester Versroman “Rot” die Geschichte eines Jugendlichen mit gleichem Namen aus unserer Gegenwart. Der rote Junge Geryon ist unsterblich in Herkules verliebt, der dem Jungen mit seinen roten Flügeln nicht zu widerstehen vermag. Auf dem Höhepunkt ihrer erotischen Beziehung lässt Herkules Geryon fallen und stürzt ihn damit in tiefstes Leid. Doch da reist Geryon auf magische Weise aus der Antike in die Gegenwart. Zunächst einsam und in der Schule gemobbt, begegnet er dem griechischen Helden (der in einem Bus unterwegs ist) und verliebt sich in ihn. Er muss aber erfahren: Diese Liebe hat keine Chance. Geryon ist zum Alleinsein verdammt.

Die Lyrikerin Anne Carson setzt Homer in einen Teilchenbeschleuniger, um in der Zersplitterung alter Bedeutungen ein Spiegelbild unserer Gegenwart zu zeichnen. Mit feinem Humor und großer Zartheit verbindet Carson Mythos, Liebesgeschichte und Coming-of-Age-Erzählung zu einem ungewöhnlichen Buch über Anderssein und künstlerische Selbstfindung.



Let´s talk about it!

 

  
»Rot« ist ungeheuer erotisch und böse wie die griechischen Mythen, melancholisch und lasziv wie Velvet Underground.

 

Anne Carson, Literaturnobelpreisträgerin 2026 ist ist eine kanadische Dichterin, Essayistin, Übersetzerin und Klassische Philologin. Ihr Schreiben ist bewusst schwer in eine Gattung einzuordnen: Gedichte, Essays, Erzählprosa, Übersetzungen und dramatische Formen gehen ineinander über. Sie verbindet die Welt der griechischen Antike mit modernen Erfahrungen und setzt gelehrte Anspielungen neben knappe, klare und oft überraschend persönliche Passagen. So entsteht ein Stil, der zugleich intellektuell und verletzlich wirkt – besonders in der Beschäftigung mit Begehren, Liebe, Verlust und Verzweiflung.

  

Hier geht es (ab 15.12.2026) zur Anmeldung 
 

Wir bitten ausdrücklich darum, dass alle Interessierten das Buch im Vorhinein bereits gelesen haben, da es im Buchclub darum geht, sich über den Inhalt auszutauschen und in der Runde zu diskutieren.