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femtrails X Spektakel

I GAVE MY COCK A WOMAN’S NAME – THE SPACE ISSUE
kuratiert von Daniela Hahn und Andrea Lehsiak

Das Beanspruchen von Raum, das Unterlaufen von Schranken und die feministischen Praxen in der Kunst bilden das Sediment für „I gave my cock a woman’s name! The space issue“. Einem feministischen Performanceabend, an dem die Künstlerinnen feministische Arbeitsrealitäten im 21. Jahrhundert performativ prüfen und sich dabei nicht scheuen, Platz zu beanspruchen.

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Teilnehmende Künstlerinnen:
>>> Black Biuti – Katrin Hauk und Steffi Neuhuber, AT (https://blackbiuti.wordpress.com/)
>>> Katrina Daschner, AT (http://www.katrinadaschner.net/)
>>> Laura Caterina Bertulli Nagy, DE/IT
>>> Andrea Nehring, AT (www.lichttartar.eu)

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// Eintritt frei!
// Grafik: Denise Korenjak
// Der Performanceabend ist Teil der Kunst- & Kulturreihe „femtrails“ der Sorority. Verein zur branchenübergreifenden Vernetzung von Frauen und Österreich.
// Solidarity, Sisters

„Feminismus schön und gut, aber muss den eine Ausstellung nur mit Frauen sein?“ Solche Aussagen hört man immer wieder in der österreichischen Kunstszene. Matthias Dusini (Kulturredakteur, Falter) äußert sich in einem Ö1-Interview 2015 erbost über die der Künstlerin Cosima von Bonin zugestandene Ausstellungsfläche im Mumok: „Sie ist viel zu groß.“ Das Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien hat bereits vielen Künstlern wie Claes Oldenburg, Erwin Wurm, Dan Flavin und Josef Dabernig Einzelausstellungen gewidmet mit ebenfalls großer Ausstellungsfläche. Auf der Biennale in Venedig (seit 1895) hat Österreich noch nie eine Einzelausstellung einer Frau gewidmet, und es wird auch 2017 wieder keine geben. Wahrscheinlich macht es nervös wenn Frauen Platz beanspruchen – nicht nur in der Kunst.

Raum einzunehmen ist eine männlich konnotierte Handlung. Man denke nur an die Sitzgewohnheiten männlicher Passagiere mit gespreizten Beinen in der U-Bahn (manspreading). Die Kunstgeschichte lehrt auch heute noch vorwiegend die Geschichte der weißen männlichen Künstler-Helden. Lange gab es in der Kunstgeschichte keine Frauen als Künstlerinnen. In der Kunst sind sie das Objekt. Als Modelle, Musen, Nymphen und Göttinnen bevölkern sie meist nackt die Kunstwerke. „Die Zukunft der Frau wird die Geschichte der Frau sein“ postulierte VALIE EXPORT bereits 1973 in ihrem Manifest Woman’s Art. Ganz in diesem Sinn werden wir die Beine spreizen und Platz beanspruchen.
(Andrea Lehsiak und Daniela Hahn)

Wann? 26.10.2016, 20.00 – 22.00 Uhr
Wo? 5., Spektakel, Hamburgerstrasse 14
Eintritt frei! 
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